Mein OS X Software Setup

Ich werde immer wieder gefragt welche Software ich einsetze, wie ich etwas realisiert habe oder was ich an Software für einen bestimmten Zweck empfehlen kann. Die nachfolgende Zusammenstellung soll einen Überblick über die von mir eingesetzte Software auf Mac OS X verschaffen, die sich bei mir etabliert hat.

Ich bin bezüglich Produktqualität ein sehr schwieriger Zeitgenosse. Ich gebe gerne für ein Produkt ein paar Euro mehr aus, erwarte dann aber auch eine entsprechend hohe Qualität. Dies gilt nicht zuletzt auch für Software. Um die paar Euro mehr von mir auch zu erhalten muss man mich schon mit seinem Produkt überzeugen. Auch, oder gerade bei Software bin ich ein Vertreter der Meinung, dass Software mehr ist als reine Funktion. Sie muss sich gut anfühlen in der Benutzung. Ich muss sie gerne benutzen wollen. Dies scheitert nicht zuletzt an der Umsetzung grafischer Benutzeroberflächen. Selbstverständlich ist eine möglichst tadellose Umsetzung der Funktion ein ebenso wichtiger Faktor und darf und wird auch nicht minder streng beurteilt.

So ist die folgende Zusammenstellung an Software, die ich zum Schreiben und pflegen dieses Blogs aber auch für andere Arbeiten nutze, eine Auswahl an Produkten, die ich guten Gewissen weiterempfehlen kann und dies auch tue. Software die sich über Jahre oder Wochen als Werkzeug etabliert hat und eine Daseinsberechtigung auf der Mac verdient hat.

User Tools

Dropbox ist seit Jahren ein essentieller Bestandteil meines Dateimanagements. Vor Allem die lokale Synchronisierung im LAN ist ein Punkt, den ich bspw. bei OneDrive vermisse, weswegen dieses trotz Office Abo keine große Relevanz genießt. Dropbox synchronisiert Daten zwischen Rechnern so zuverlässig, dass ich es quasi nahtlos in meinen Workflow integriert habe. Auch wenn viele Apps via iCloud zwischen meinen Geräten synchronisieren, bleibt Dropbox für den kleinen Rest unabdingbar. So liegen dort zum Beispiel alle Bilder, die in Blogartikeln eingebunden werden oder Softwaredokumentationen im PDF Format.

Unter iOS kommt Documents von Readdle zum Einsatz. Das bietet mir die Möglichkeit ausgewählte Dropbox-Ordner auf das iDevice zu synchronisieren und auf deren Inhalte auch offline zugreifen zu können.

OmiFocus organisiert meinen Alltag. Neben den täglichen to-do’s, die ich sicherlich auch über die Erinnerungen App von Apple organisieren könnte, bietet OmniFocus vor Allem eine großartige Hilfestellung bei komplexeren Projekten, wie den Videotutorials, für die mehr oder weniger viele Arbeitsschritte notwendig sind. Auch beruflich kommt OmniFocus bei umfangreicheren Aufgabenstellungen zum Einsatz. Um die meist über Tage und Wochen sich streckenden Arbeitsabläufe und Teilaufgaben immer im Blick zu haben, hat sich OmniFocus bewährt, wenn ich auch das Potential vielleicht nicht zu hudnert Prozent ausschöpfe.

Fantastical auch oder vor Allem auf dem iPhone der bessere Kalender. Gerade Version 2 hat sich auch auf dem Mac als die Standardkalenderapp etabliert und Apples Lösung völlig verdrängt. Dem jüngsten Update von Fantastical, insbesondere der Mac App habe ich erst kürzlich einen gesonderten Artikel gewidmet.

Evernote ist mein papierloses Büro. Schreiben, Rechnungen und sonstiger üblicher Papierkram landet ausnahmslos in einem der rund 30 Notizbücher. Die Suchfunktion, vor Allem jene die auch Dokumentinhalte dank OCR durchsucht, lässt jedes Dokumentenstück, jede Rechnung und jeden sonst verblassten Kassenbon schnell wiederfinden. Die iPhone App leistet hier die meiste Arbeit wobei zum Scannen mit dem iPhone die App Scanbot zum Einsatz kommt.

Transmit ist ein FTP Client der hübscheren Sorte. Ich mag die schlichte aber elegante Benutzeroberfläche. Ansonsten bietet Transmit übliche Kost, Zugriff auf (S)FTP Server, WebDAV-Verzeichnisse, Homeserver und sonstige Netzlaufwerke und Rechner. Der Datentransfer findet in der üblichen Zwei-Fenster-Ansicht statt.

1Password Der Passwort Manager ist seit seiner ersten Inkarnation in bei mir in Benutzung und verwaltet alle meine Passwort Daten. Einzig das Webbrowser Plugin findet keinen Einsatz, auf Grund der unsicheren Übertragung der Daten in Klartext. Das Menüleistentool auf OS X ist für den täglichen Gebrauch ausreichend bequem und sicher. Auf dem iPad wird SplitView unterstützt und viele Apps nutzen direkt im Login-Dialog die 1Password API, was das eintragen von Login-Informationen erleichtert.

Ulysses Der Markdown Editor ist meine erste Wahl wenn es um das erstellen von formatiertem Text geht. So entstehen ausnahmslos alle Artikel in diesem Blog in Ulysses, aber auch viele Berichte und Protokolle auf Arbeit werden in diesem Editor geschrieben. Da Ulysses sehr im Mittelpunkt meines digitalen Büros steht, habe  ich dem Texteditor, sowie seinen iOS Ablegern, einen gesonderten Artikel in Form einer Review spendiert.

Marked 2 ist als reiner Markdown Viewer ein guter Partner für Editoren wie Ulysses. So kann ich in einem zweiten Fenster stets eine Vorschau des gerade bearbeiteten Textes in einer beliebigen Darstellung sehen. Diese wird automatisch beim speichern im Editor aktualisiert. Sehr hilfreich, wenn man Markdown-Formatierungen optimal anpassen möchte.

Photoshop Lightroom Alle meine Bilder werden mit Apples Fotos verwaltet und über alle Geräte synchronisiert bzw. zur Verfügung gestellt. Alle Bilder, außer die RAWs aus der DSLR. Die landen ausnahmslos erstmal in Lightroom zum (aus)sortieren und bearbeiten. Die fertigen Produkte landen dann als JPGs in Apples Fotos App. Lightroom hat sich dabei zu einer mächtigen digitalen Dunkelkammer entwickelt, die für mich als Hobbyfotograf fast schon zu viel Funktion bietet. Aber gerade die Fotosessions für TimeLapse-Aufnahmen und DeepSky- sowie Nachthimmelaufnahmen lassen sich damit am besten für mich am besten verwalten und bearbeiten.

Cloak ist ein recht einfacher VPN Dienst, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn ich im Hotel oder Café ein fremdes WiFi nutze. Einfach gehaltene Benutzeroberfläche und es tut schlicht was es soll.

Droplr Möchte ich mal eben schnell eine Datei Teilen, kommt droplr zum Einsatz. Der Vorteil gegenüber Dropbox: ich muss nicht daran denken die Datei später wieder zu löschen oder woanders abzulegen. Nach abgelaufener Zeit wird die Datei vom Dienst automatisch der digitalen Müllhalde zugeführt. In der kostenfrei nUtzbaren Variante sind das im Normalfall ausreichende 24h, wobei die Dateigröße auf 50 MB beschränkt ist. Die Bezahlversionen bieten Dateigrößen bis 1 bzw. 2 GB sowie dauerhaften Erhalt der Daten.

Reeder Sowohl auf iOS als auch auf dem Mac ist Reeder  mein Lieblings RSS-Feedreader. Seit der Schließung des Google Reader Dienstes übernimmt Feedly die Verwaltung meiner Feeds. Alternativen wie Flipboard, die Newsfeeds als animiertes Magazin darstellen haben mich nie länger als einen Moment begeistern können. Die schlichte Darstellung von Reeder sagt mir da mehr zu.

Napkin Screenshots beschriften, mit Markierungen relevante Bereiche herausheben: Für diese Aufgaben kommt auf dem Mac Nahkin zum Einsatz.

PDFpen Pro Die OS X Vorschau ist ein guter PDF Viewer. Braucht man mehr Bearbeitungsmöglichkeiten greift man zu PDFpen Pro. Weiterer Vorteil: Es ist deutlich günstiger als Adobes Acrobat.

The Unarchiver ist der Dosenöffner für alle Archive jenseits von zip.

Gemini findet Dateiduplikate. Hilfreich um Ordner abzugleichen und doppelte Dateien, die trotz aller Struktur sich doch immer wieder ansammeln, auszusortieren.

DaisyDisk scannt ein Laufwerk und stellt die Ordner und Dateien visuell nach ihrer Größe dar. So lassen sich Speicherfresser schnell finden.

Magnet ermöglicht das aus Windows bekannte „Windows snapping“. Fenster lassen sich auf die linke oder rechte Hälfte des Bildschirms skalieren und ausrichten in dem man sie mit der Maus packt und gegen den entsprechenden Rand schiebt. Schiebt man sie in eine der Ecken, werden sie auf das jeweilige Bildschirmviertel skaliert. Macht gerade das Arbeiten mit mehren Fenstern enorm einfacher.

Better Rename ist ein Batch Verarbeitungstool um mehrere Dateien schnell nach definierbaren Regeln umzubenennen.

Developer Tools

Sublime Text 3 Mal eben kleine Änderungen an einem php-Dokument vornehmen oder gar ein ganzes Projekt in Ruby schreiben? Sublime Text ist mein Texteditor der Wahl und ein passabler Ersatz für BBEdit. Nicht der hübscheste seiner Art, aber gut anpassbar und umfangreich.

Dash Auch wenn der Dokumentation Viewer seit Xcode 5 ganz ordentlich ist, hat man sich erstmal an Das gewöhnt, will man nichts anderes. Zudem bietet es den Vorteil auch Dokumentationen anderer Sprachen und Frameworks zu unterstützten.

Xcode Apple großes SDK ist natürlich Mittel der Wahl um Software für iOS und OS X zu schreiben.

CodeRunner Manchmal schreibt man nur einen kleinen Codeschnipsel um eine Idee zu testen. Für diese Fälle, in denen ich nicht den Leistungsumfang von Xcode benötige kommt CodeRunner zum Einsatz. Zudem Unterstützt CodeRunner auch andere Sprachen außerhalb des Apple Programmieruniversums, wie JavaScript oder Ruby.

Ember Um Ideen, Screenshots und andere Inspirationen für Projekte zu sammeln, ist Ember meine App der Wahl. Amber nutzt iCloud um die Inhalte zwischen Mac und iPad zu synchronisieren. Die RSS Funktionalität ist klasse um Design Trends auf *Dribbble* zu folgen.

Go2Shell ist ein kleines Tool, dass einen Button in der Finder Toolbar anbringt. Über diesen ist es möglich ein Terminal-Fenster im derzeit angezeigten Ordner zu öffnen.

Color Picker greift einen Farbton auf und gibt dessen Wert in RGB sowie Hexadezimal aus. So simpel das auch klingt, so hilfreich ist dies immer wieder.

ImageOptim Verkleinert Bilder ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Hilfreich für Grafiken, die im Blog schnell laden sollen. Hilft aber auch die Größe einer App zu optimieren, indem die zahlreichen Grafiken in ihrer Datenmenge reduziert werden.

Kaleidoscope Eine fantastische App um Ordnerinhalte oder Textdateien zu vergleichen und Unterschiede auf einen Blick zu sehen. Sei dies eine php-Datei in unterschiedlichen Versionen oder ein PDF mit den neuesten AGBs, hilft Kaleidoscope schnell Änderungen bzw. Unterschiede kenntlich zu machen.

iPhone Backup Extractor Es ist manchmal hilfreich Benutzerdaten und Einstellungen einsehen zu können, wenn man einem Softwarebug nachgeht. Dieses Tool macht es relativ einfach, die Daten zu extrahieren.

Library Inspector Wenn man mal eine static library auslesen möchte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.